Valco Oy, die netteste böse Großfirma der Welt und führender finnischer Kopfhörerhersteller, gibt bekannt, dass der subventioniert beschäftigte Investor Markus Eronen erfolgreich aus dem Unternehmen ausgestiegen ist.
Nach dem Verkauf seines Unternehmens litt Markus unter einem viel zu vollen Bankkonto und rutschte in eine Arbeitslosigkeitsspirale. Anfang 2024 war er praktisch gezwungen, in Valco zu investieren, nur damit die Zeit rumgeht und er sich wenigstens mit irgendwas halbwegs Sinnvollem beschäftigen kann.
Bei Valco war sein oberstes Ziel, die finanziellen Ressourcen der Firma zu stärken und die Träume der Gründer von Golduhren, Sportwagen, majestätischen Booten und anderem lebenswichtigem Kleinkram zu ermöglichen. Im Sommer kamen Valcos Gesellschafter und Kunden diesem Ziel schon ziemlich nah, als sie Markus’ feines Boot genießen durften.
Wie versprochen arbeitete Markus unermüdlich daran, die Träume der Valco-Gründer wahr zu machen. Leider erwartete er das auch von anderen, und das passte nicht so richtig zu unserer Mañana-Kultur und unserem olympiareifen Arbeitvermeidungsniveau. Mit seinem Abgang ist aber kein größeres Drama verbunden. Er hat das Ruder in einem Familienunternehmen übernommen, das Türen und Fenster herstellt, und seine Zeit hätte nicht gereicht, um nebenbei noch mit einer mental anstrengenden Firma wie Valco zu jonglieren.
Jetzt, wo bei Markus wortwörtlich das Geld durch Türen und Fenster reinkommt, ist Valco wieder investorenfrei. Praktisch heißt das, dass uns niemand mehr Vernunft einreden will und auch keinerlei Verantwortung oder Systematik mehr einfordert. Valco feiert diese Freiheit mit einer Rückkehr zu den Traditionen und verbrennt alle schicken Reports, Excel-Tabellen sowie einen beträchtlichen Teil der Buchhaltung in einem spektakulären Freudenfeuer.
Valco Oy bedankt sich von Herzen bei Markus für seinen großzügigen Beitrag, seine fast endlose Geduld und ganz besonders für seine Excel-Kenntnisse, die für unser Personal ungefähr schwarze Magie waren. Egal wie sehr er seine Tabellen erklärte, wir sahen darin hauptsächlich zufällige Zahlen und mystische Symbole, die genauso gut eine altsumerische Einkaufsliste hätten sein können.
Mit seinem Exit hat Markus mal wieder bewiesen, dass Valco tatsächlich eine unglaubliche Gelddruckmaschine ist. Seine Investition stellte sich als deutlich profitabler heraus als zum Beispiel Tesla-Aktien Anfang 2025.
Normalerweise verkünden Unternehmen stolz, wie sie erfolgreich riesige Summen an frischem Investment eingesammelt haben. In unserem Fall feiern wir genau das Gegenteil: Unser Investor hat Geld bekommen, und wir dürfen dafür ab jetzt wieder ganz frei so viel Unfug treiben, wie wir wollen.
Wir wünschen Markus aufrichtig viel Glück für seine neue Laufbahn. Nach dem Exit von Markus sind wir wieder zu unserer traditionellen Arbeitsweise zurückgekehrt, also: Wir starren mit leerem Blick auf den Bildschirm und warten darauf, dass der Erfolg einfach von selbst passiert. So gehört sich das schließlich. Unsere langfristige Strategie bleibt unverändert: Wir bauen weiter den Todesstern und unterwerfen das gesamte Universum unserer Herrschaft, am liebsten ohne dass irgendwer von uns dabei zu viel arbeiten muss.
Passend zum Thema das folgende Video:



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